Mit großer Spannung war die Rede von US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet worden. Nicht nur deutsche Politiker zitterten, ob er den Europäern genauso schonungslos den Kopf waschen würde wie J.D. Vance ein Jahr zuvor.
Am Ende seiner Rede herrschte dann große Erleichterung. Der Ton der Rede war so versöhnlich, daß Zuhörer, deren Englischkenntnisse noch nicht voll ausgebildet sind, sich sogar von ihren Plätzen erhoben und stehend applaudierten. Dabei hatte Rubio in seiner Rede die Schwachstellen Europas klar angesprochen. In erster Linie den Klimawahn und die völlig aus dem Ruder gelaufene Migration. Exakt die Tabuthemen des grünwoken Establishments, bei denen in Europa keine abweichenden Meinungen geduldet werden. Ein deutscher Politiker, der diese Rede gehalten hätte, wäre spätestens danach ein Fall für den Verfassungsschutz geworden.
Wie geht man nun damit um? Die hohen Energiepreise, der Niedergang der Industrie und das Stadtbild lassen sich in Deutschland nicht mehr leugnen. Wenn nun der Außenminister der führenden Großmacht eine Verbindung zwischen diesen Themen und dem Klimawahn sowie der Migration herstellt, dann kann man das nicht einfach ignorieren. Dann muß das irgendwie wegdiskutiert werden.
Am besten geht das, wenn man den Redner diskreditiert. Wenn man ihn als Vertreter einer moralisch minderwertigen Regierung bloßstellt, die so schäbig mit Migranten umgeht, daß man sich von ihr keine Ratschläge zum Thema Migration geben zu lassen braucht. Schnell hatte man das auch beim ZDF begriffen und brachte im Heute-Journal vom Sonntag (14.02.26) einen Bericht über augenscheinlich brutale Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten, die zur Bestätigung mit passenden Videos unterlegt wurden. So weit, so erfolgreich.
Dummerweise hatten sich einige Medien, die Herr Günther gerne verbieten würde, diese Videos etwas genauer angeschaut und schnell festgestellt, daß eines der Videos eine plumpe KI-produzierte Fälschung war und das andere den Einsatz gegen einen Jugendlichen zeigte, der einen Amoklauf angekündigt hatte.
Nach anfänglichem Sträuben und dem Versuch, den Vorgang herunterzuspielen, war nun eine ausführliche Gegendarstellung des ZDFs fällig. Beim nächsten Mal wird das Staatsfernsehen seine Manipulationsversuche sicherlich etwas sorgfältiger durchführen.